Was ist eigentlich Komplementärtherapie?


Am Anfang steht das Gespräch – das Erfahren von Wechselwirkungen

Zu Beginn nehmen wir KomplementärTherapeut*innen die Anamnese auf und schätzen ein, ob zwingende medizinische oder andere externe Abklärungen nötig sind. Dann verschaffen wir uns einen Überblick über die persönliche Situation der Klient*in und über deren Ressourcen. Aufbauend darauf vermitteln wir erste Selbsthilfetechniken und erstellen in Zusammenarbeit mit der Klient*in die Therapieziele und den Therapieplan.

Der therapeutische Prozess steht im Zentrum

Über das Anleiten und Einsetzen von Berührung, Bewegung, Atem und Energie mit und am Körper wird die Selbstregulation angeregt. Im Gespräch wird diese reflektiert. So können Zustandsveränderungen besser eingeordnet und später wieder abgerufen werden. Als KomplementärTherapeutin helfe ich  dabei, die Botschaften des Körpers wahrzunehmen, zu verstehen um daraus gezielt Sicht- und Handlungsweisen ableiten zu können. So können zum Beispiel einschränkende Bewegungs-, Haltungs-, Handlungs-, Denk- und Gefühlsmuster erkannt, neue gefunden und erprobt werden. Durch das Erfahren und Reflektieren der Wechselwirkungen am eigenen Körper, ist es einfacher, Verhaltensweisen anzupassen. Die neuen Muster dienen der Aufrechterhaltung, Wiedererlangung oder Stabilisierung von Gesundheit.

Viele Klient*innen werden von Hausärzt*innen, Psychiater*innen, Care Manager*innen und Anderen zugewiesen. Die meisten suchen jedoch gezielt von sich aus einen körperzentrierten und prozessorientierten Weg, weil sie die Wechselwirkung von seelisch-geistigen und sozialen Zusammenhängen mit der körperlichen Gesundheit bereits selbst erfahren haben und oder den persönlichen Kontakt schätzen.